Saturday, July 30, 2005

Drei Männer im Kühlhaus

Vor einigen Jahren ging die Geschichte von drei Männern durch die Weltpresse, die in einem Kühlhaus in Chicago vergessen und eingeschlossen wurden. Ihre Selbstgespräche haben offensichtlich folgende Zutaten gehabt:

1. In drei Stunden beginnen die Kühlaggregate ihre Arbeit
2. Wir tragen nur leichte Sommerkleidung
3. Wir haben keine Chance

Am nächsten Morgen fand man die drei. Sie waren alle tot. Sie zeigten alle Merkmale von Erfrierungen. Aber es war nicht kalt in dem Kühlhaus...

...denn aufgrund eines Defektes haben sich die Kühlaggregate in der Tat gar nicht eingeschaltet.

Nicht immer haben unsere Selbstgespräche so dramatische Auswirkungen. Aber immer sind sie folgenreich. Wenn nicht kurzfristig, dann langfristig. Wenn wir also unsere Fähigkeit zur Stressbewältigung positiv beeinflussen wollen, dann sollten wir zuerst unsere Selbstgespräche daraufhin überprüfen ob sie eher Stress begünstigen oder eher hilfreich sind, um ihn zu bewältigen. Dies ist noch wichtiger als alle Entspannungsmethoden dieser Welt (auch wenn manche von ihnen durchaus sehr sinnvoll sind).

Einen entspannenden Sonntag allen euch da draußen,

Markus Frey

Friday, July 29, 2005

Selbstkonzepte

Hmm, das Thema Selbstkonzepte wird mich wohl noch länger beschäftigen. Zunächst muss ich ja wie gestern erwähnt ein Interview mit einer Spitzensportlerin transkribieren. Ich habe es bereits im Juni für meine Doktorarbeit geführt. Eine starke, begeisterungsfähige und begeisternde Frau. Hat schon in ganz jungen Jahren bei einem Unfall beide Beine verloren und ist heute eine der ganz wenigen, die mit zwei Prothesen ohne Krücken gehen kann. Im Sport so ziemlich alles abgeräumt, was es abzuräumen gab und auch beruflich Karriere gemacht. Das funktioniert natürlich nur mit einem brauchbaren Selbstkonzept. Das hat sie, keine Frage...
Und dann las ich, sozusagen als Contrapunkt, noch diesen Artikel in der ZEIT. Darin wurde Deutschland als "Land der Hypochonder" bezeichnet. Hmm, dass z.B. psychosomatische Gründe bei vielen Krankheiten eine große Rolle spielen, wusste ich ja. Aber ein Land der Hypochonder? Der ZEIT-Artikel erschien allerdings gut recherchiert.

Thursday, July 28, 2005

Here I am

Hallo Ihr da draußen im world wide web,

"Here I am" hat mich jeweils der alte Vater meiner Landlady in Brighton begrüßt, wenn ich jeweils von der Sprachschule oder vom Training zurückkam. Der gute Mann ist noch im vorletzten Jahrhundert geboren und weilt schon längst nicht mehr unter uns. Aber ich tue es und bin dabei ziemlich lebendig.

Mittlerweile ist es auch schon wieder 10.50 am Vormittag. Mein zentrales Thema "Stress" beschäftigt mich an diesem heißen Tag nicht allzu dolle, obwohl... Mein Tagesplan ist schon recht voll und ich muss jetzt langsam daran gehen, ihn abzuarbeiten. Bis jetzt habe ich noch nicht so arg viel getan.. Erst ein bisschen ausschlafen (bis etwa 06:30 Uhr), dann meine tägliche Ration in der Bibel lesen, Stretching, Morning Jog, wieder Stretching, Duschen, Frühstücken. Dann etwas Pflichtlektüre und während meine Frau die Tochter in den Kindergarten gebracht, stand ich gerade vor der stinkenden Herausforderung, meinen Sohn gleich zweimal wickeln zu dürfen.
Aber jetzt geht es wirklich los. Mein erster Blog-Beitrag ist nun also fast fertig und ich kann mich der eigentlichen Arbeit widmen. Als nächstes steht das Transkribieren eines Interviews mit einer 8fachen Paralympics-Siegerin an. Mehr dazu im nächsten Blog.

Auf Wiederbloggen und einen schönen Tag allen da draußen,

Markus Frey