Dass es in Deutschland viele "Mutlose und Frustrierte" gibt, ist leider eine Tatsache. Allerdings sind sie in Ost und West, Nord und Süd in so hoher Zahl vorhanden, dass sie gar nicht mehr ausgrenzbar sind, wie es die Herren Ministerpräsidenten Oettinger und Stoiber am liebsten tun würden. Oder wie grenzt man 88% der Berufstätigen in Deutschland aus, die laut dem renommierten Meinungsforschungsinstitut Gallup in ihrer Arbeitsmotivation zwischen "Dienst nach Vorschrift" und "innerer Kündigung" schwanken?Da konzentriere ich mich doch lieber darauf, meinen Beitrag dazu zu leisten, dass dies anders wird. Zum Beispiel indem ich mich schon vor längerer Zeit dafür entschieden habe, meinen Blick immer wieder auf das zu richten, was gut läuft und es auch zu benennen. Das hat nichts mit rosaroter Brille zu tun, schließlich interessiert mich auch immer, was man noch verbessern kann. Aber indem ich diesen Blick trainiere, ermutige ich mich selbst und diejenigen, die ein kleines oder großes Stück eines Wegs mit mir gehen, immer wieder, das Beste einzusetzen. Mit "Erwische ihn, wenn er's gut macht!"* bringt der erfolgreiche Unternehmer und Altmeister der Management-Beratung, Ken Blanchard, diese Philosophie auf den Punkt.
*Zum Beispiel in seinem immer noch sehr lesenswerten Buch “Der Minuten-Manager: Führungsstile”, ISBN 3-499-19934-3
PS Dieser Artikel erschien auch als MoWoMo (=Motivationswort zum Montag) am 15. August 2005 auf
www.stressfrey.de
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