Körpergefühl II
Hmm, der Alarmruf des Präsidenten der Bundesärztekammer vom vergangenen Wochenende stimmt schon nachdenklich. Er beklagte eine große Nachläßigkeit weiter Bevölkerungskreise in Bezug auf den eigenen Körper. Signale, die der Körper aussende, werden nicht beachtet bis der Körper mit einer schweren Krankheit reagiere wie z.B. Diabetes.
Oder auch Burnout. Dies ist ein besonders klassisches Beispiel für die Ignoranz von körperlichen, aber auch psychischen Signalen. Ein Burnout verläuft immer in mehreren Phasen, in denen es jeweils durchaus die Chance des Gegensteuerns gibt. Leider tun es nur wenige und geben damit ein weiteres Beispiel für schlecht entwickeltes Körpergefühl (siehe StressFreyBlog vom 12. Oktober). Vor allem das Bedürfnis des Körpers für Erholung und Entspannung wird ignoriert. Ironie der Geschichte ist, dass die, die das tun, ja grundsätzlich Leistung bringen wollen. Durch die dauerhafte Missachtung des Erholungsbedürfnisses des Körpers sinkt aber gerade die Leistungsfähigkeit langsam aber stetig. Da die Anforderungen an eben diese Leistungsfähigkeit aber immer höher werden, ist dann der Weg zum Burnout nicht mehr so lang. Für viele geht es also darum, wieder neu eine Balance zwischen Anforderung und Erholung zu erlernen. Dann kann die eigene Stressresistenz auch wieder erhöht werden.

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