Es ist nicht entscheidend was passiert...
Apropos Hochzeit. Als vor fast vierzig Jahren die US Army zwei Stressforscher gebeten hat, eine Punktetabelle für Rekruten, die nach Vietnam entsandt werden sollten, zu entwickeln, haben diese die eigene Hochzeit eines GIs mit 50 (von 100) Stresspunkten bewertet. Ärger mit dem Chef wurde lediglich mit 23 Punkten taxiert. Wer die Grenze von 300 Punkten überschritten hat, wurde nicht eingezogen, weil dann, so die beiden Forscher, das Risiko, im Krieg zu fallen, signifikant erhöht war.
Die beiden Forscher haben sich damals lediglich mit stressauslösenden Ereignissen (Stressoren) befasst. Heute allerdings wissen wir, dass es viel entscheidender ist, wie wir uns zu den Dingen stellen. Das heißt, die moderne Stressforschung hat etwas entdeckt, was vor fast zweitausend Jahren schon der griechische Philosoph Epiktet erkannte, der sinngemäß sagte: "Es ist nicht entscheidend was passiert, sondern die Meinung, die wir über das haben, was passiert!"

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